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Steglitz ist ein Berliner Ortsteil im sechsten Verwaltungsbezirk Steglitz-Zehlendorf, der auf das historische brandenburgische Dorf Steglitz zurückgeht.

Lage

Steglitz liegt im Südwesten Berlins, am Übergang zwischen den dicht bebauten Innenstadtbezirken und den suburbanen Villen- und Eigenheimvororten. Steglitz ist traditionell bürgerlich geprägt, zahlreiche Wohngebiete entstanden in der industriellen Epoche in der Umgebung als Villenkolonie, und bis heute liegen die üblichen sozialgeografischen Indikatoren über dem Berliner Durchschnitt.

Die Steglitzer Schloßstraße bildet das Zentrum des Ortsteils. Sie ist die zweitgrößte Einkaufsstraße Berlins und somit der wichtigste Zentralort des Berliner Südens. Architektonische Besonderheiten dort sind der Bierpinsel, der Steglitzer Kreisel, das Rathaus Steglitz, das Gutshaus Steglitz und das angrenzende Schlossparktheater.

Steglitz liegt in der geologischen Hochfläche Landschaft Teltow am Höhenzug der Rauhen Berge, der heute nur noch teilweise erhalten ist. Der höchste Punkt von Steglitz ist der Fichtenberg mit 68 Metern über NN. Durch den Ortsteil fließen die Bäke und der Teltowkanal.

Der Ortsteil Steglitz grenzt von Süden beginnend innerhalb des Bezirks an die benachbarten Ortsteile Lankwitz, Lichterfelde und Dahlem, im Norden an den Ortsteil Friedenau des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Die Ortslage Südende grenzt im weiteren Verlauf im Uhrzeigersinn an die Ortsteile Schöneberg und Tempelhof des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

Geschichte

Herkunft des Namens und erste Erwähnung

MatthäuskircheSteglitz ist möglicherweise slawischen Ursprungs und leitet sich von stygl (deutsch: am Berghang) und der im Märkischen häufigen Endung itz (deutsch: Ansiedlung) ab.

Das Dorf Steglitz ist vermutlich im Rahmen des askanischen Landausbaus während des 13. Jahrhunderts gegründet worden. 1242 wurde es erstmals als Stegelitze erwähnt. 1375 wurde Steglitz im Ortsregister des Landbuchs Kaiser Karl IV. erstmals beurkundet.

Bis zum 18. Jahrhundert blieb Steglitz ein kleines Dorf von nur etwa hundert Bewohnern, die den kargen Böden nur bescheidene Erträge abzuringen vermochten und von den Gutsherren, die ihnen das Land lediglich zur Pacht überlassen hatten, praktisch völlig abhängig waren.

Holocaust-Mahnmal

Internationale Beachtung fand Anfang der 1990er die Auseinandersetzung im Bezirk über die Errichtung des Holocaust-Mahnmals Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz. Sie sollte an die Synagoge der jüdischen Bürger an der Düppelstraße und den Holocaust in Berlin erinnern. Nach einem Wettbewerb gewann 1992 der Entwurf über eine hochpolierte Chromstahlwand mit 1723 eingravierten Namen von jüdischen Bürgern aus Steglitz. Die CDU war gegen das Denkmal, da sie die Wand für überdimensioniert hielt. Sie bezweifelte, dass am Wettbewerbsverfahren ausreichend Bürger beteiligt worden waren und führte in einem parteinahen Blatt eine öffentliche Debatte über den Sinn eines solchen Denkmals. Schließlich wurde bei der Abstimmung in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 18. Mai 1994 mit den Stimmen von CDU, FDP und Republikanern die Errichtung des Denkmals abgelehnt. Da Landespolitiker den Vorgang beschämend nannten und Schaden für das Ansehen Berlins fürchteten, zog der damalige Bausenator Wolfgang Nagel (SPD) das Verfahren an sich und ließ, entgegen dem Beschluss, das Mahnmal selbst aufstellen. Am 7. Juni 1995 wurde die Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz vollendet. Zum erneuten negativen Medienecho führte bei der Einweihung die Weigerung der BVV-Mehrheit, dazu Gäste aus Israel einzuladen.

Bezirk Steglitz (von 1920 bis 2001)

Mit der Schaffung von Groß-Berlin 1920 wurde Steglitz auch der Name des 12. Verwaltungsbezirkes von Berlin. Dieser wurde aus Steglitz, Groß-Lichterfelde, Lankwitz und der bisher zu Mariendorf gehörenden Villenkolonie Südende gebildet.

Die ehemalige Landgemeinde Steglitz wurde als Ortsteil Steglitz nun ein Teil des Bezirkes Steglitz. Weitere Ortsteile waren Lichterfelde und Lankwitz. Bis 1960 war Südende ein weiterer Ortsteil, danach wurde es in den Ortsteil Steglitz eingegliedert.

2001 erfolgte die Fusion des Bezirkes Steglitz mit dem Bezirk Zehlendorf zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Der Ortsteil Steglitz blieb unverändert bestehen.

Quelle: Wikipedia - Erfahren Sie hierzu mehr ...

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