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Berlin Tiergarten BootappartementTiergarten ist ein Ortsteil des Berliner Bezirks Mitte. Er entstand 2001 durch Teilung des ehemaligen Bezirks Tiergarten, der bis zur Berliner Verwaltungsreform im Jahr 2001 zusätzlich noch das Hansaviertel und Moabit umfasste. Im heutigen Sprachgebrauch steht „Tiergarten“ häufig sowohl für den Ortsteil Tiergarten als auch für den ehemaligen Bezirk Tiergarten als auch für den Stadtpark Großer Tiergarten. Das südlich des Großen Tiergartens liegende Teilgebiet des heutigen Ortsteils wurde in der Vergangenheit auch Tiergarten-Süd genannt.

Lage

Der Ortsteil Tiergarten wird im Norden durch die Spree begrenzt. Im Nordwesten, Norden und Nordosten grenzt er an die Ortsteile Hansaviertel, Moabit und Mitte, die alle – wie Tiergarten – zum Bezirk Mitte gehören. Im Westen grenzt er an den Ortsteil Charlottenburg im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, südlich schließt sich der Ortsteil Schöneberg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg an, südöstlich der Ortsteil Kreuzberg im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Einen beträchtlichen Teil des Ortsteils Tiergarten nimmt der Große Tiergarten ein, Berlins größter innerstädtischer Park; der Kleine Tiergarten hingegen liegt im Ortsteil Moabit.

Geschichte

Der Stadtteil Tiergarten (vor 1920)

Die außerhalb der Berliner Zollmauer gelegenen Flächen zwischen dem Großen Tiergarten und der Spree wurden 1861 nach Berlin eingemeindet. Seit 1884 wurde dieses Gebiet amtlich als neuer Stadtteil Tiergarten ausgewiesen. Der westliche Teil bestand ursprünglich aus den „Schöneberger Wiesen“, auf denen seit 1877 das Hansaviertel entstand. Auf dem weiter östlich gelegenen Spreebogen befand sich ursprünglich ein großer Exerzierplatz. Dort entstand der repräsentative Königsplatz (der heutige Platz der Republik) mit der Siegessäule, dem Reichstag und der Krolloper. Am Nordrand des Spreebogens entstand das noble Alsenviertel mit der Schweizerischen Botschaft. Die Einwohnerzahl des Stadtteils Tiergarten im Jahre 1910 betrug 24.717.

Der Bezirk Tiergarten (1920–2000)

1920 wurde aus den Berliner Stadtteilen Tiergarten, Moabit, Untere Friedrichsvorstadt und Schöneberger Vorstadt der neue Bezirk Tiergarten gebildet. 1938 wurde das Gebiet südlich der Kurfürstenstraße an den Bezirk Schöneberg abgetreten; gleichzeitig kam das bis dahin zu Charlottenburg gehörende Martinikenfelde zu Tiergarten. Die Bebauung südlich der Spree wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. In Moabit blieben trotz schwerer Kriegsschäden große Teile des Altbaubestands erhalten. Die Einwohnerzahl des Bezirks Tiergarten betrug 283.581 im Jahr 1925, 110.620 im Jahr 1946 und 86.380 im Jahr 1987.

Der Ortsteil Tiergarten (seit 2001)

Der Bezirk Tiergarten wurde 2001 mit den Nachbarbezirken Wedding und Mitte zu dem heutigen neuen Bezirk Mitte vereinigt. Dieser neue Bezirk wurde auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung in die Ortsteile Mitte, Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Hansaviertel und Tiergarten gegliedert.

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Touristische Anlaufpunkte

Spreebogen

Im Spreebogen südlich vom Spreebogenpark befinden sich wichtige Parlaments- und Regierungsgebäude der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag tagt im Reichstagsgebäude am Platz der Republik und das benachbarte Paul-Löbe-Haus dient ebenfalls als Parlamentsgebäude. Der Bundeskanzler arbeitet mit seinem Stab im Bundeskanzleramt. In Nachbarschaft des Bundeskanzleramtes befindet sich freistehend die Botschaft der Schweiz.

Potsdamer Platz

Am nach der Wende wieder aufgebauten Potsdamer Platz liegen das Sony Center, der Bahntower und der Kollhoff-Tower. Ferner befinden sich dort das Theater am Potsdamer Platz, die Spielbank Berlin, die Park Kolonnaden und die Potsdamer Platz Arkaden.

Zoologischer Garten

Südlich des Großen Tiergartens, am südlichen Rand des Ortsteils, befindet sich die Kurfürstenstraße, die zusammen mit dem Bahnhof Zoo (der im Ortsteil Charlottenburg liegt) als Handlungsort der verfilmte Geschichte über die Heroinszene bekannt wurde, Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Die Szene hielt sich tagsüber vor dem Bahnhof Zoo auf und wechselte abends zur Kurfürstenstraße, wo am gleichnamigen U-Bahnhof nicht nur Prostitution, sondern auch intensiver Heroinhandel auf der Straße und in nahegelegenen Wohnungen noch Jahrzehnte nach diesem Film weiterhin stattfand. Der an den Bahnhof angrenzende Zoologische Garten und das Aquarium liegen ebenfalls im Ortsteil Tiergarten.

Sonstiges

Die Kongresshalle, die heute das Haus der Kulturen der Welt beherbergt, war 1957 ein Geschenk aus den USA an die West-Berliner. Wegen ihrer auffälligen Formgebung wird sie im Volksmund als Schwangere Auster bezeichnet. Nachdem 1980 ein Teil der auskragenden Spannbeton-Dachkonstruktion herunterstürzte und einen Journalisten erschlug, wurde sie mit verbesserter Statik wieder aufgebaut.

Das Tempodrom neben der Kongresshalle – ein Zirkuszelt, in dem Rock-Konzerte veranstaltet wurden – befand sich ursprünglich am Potsdamer Platz direkt an der Berliner Mauer und war in Berlins Kulturlandschaft jahrzehntelang eine Institution. Es musste dem Sicherheitsbedürfnis des Bundeskanzleramts weichen und wurde auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs im Ortsteil Kreuzberg in fester Form errichtet. Auf der Fläche, auf der das Tempodrom stand, befindet sich jetzt das Tipi – Das Zelt am Kanzleramt.

Quelle: Wikipedia - Erfahren Sie hierzu mehr ...

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